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BORDERLINE FUCK UP [DE] http://borderlinefuckup.wordpress.com Hätte ich drauf tippen müssen, hätte ich diese Band nach Schweden gepackt. Tatsächlich kommen Montreal on Fire aber aus Frankreich. Ihre Wurzeln sind, wie man vermuten könnte, aber in Kanada. Das passt ganz gut, schließlich verbindet man das auch mit Kälte. „Decline & Fall“ ist nämlich ein typisches Winteralbum. Montreal on Fire liegen mit diesen 8 Stücken in der Schnittmenge von Shoegazer, Postrock und Indiepop. Die Songs bleiben dabei relativ langsam und bieten atmosphärisch gesehen schwermütige, melancholische und traurige Kost. Ich kenne mich in dieser Sparte zu wenig aus, um Montreal on Fire richtig einordnen zu können. Irgendwie erinnerts mich aber an eine Mischung aus Logh, Jeniferever und Godspeed you! Black Emperor. Ein typischer Montreal on Fire-Song läuft dabei so ab: ruhiger, reduzierter Beginn, langsame Steigerung bis hin zum Ausbruch. Und eigentlich punkten die Franzosen in allen Bereichen. Die ruhigen Teile sprühen nur so von Atmosphäre, während in den kräftigeren Parts richtig viel Intensität drinsteckt. Zwar werden Montreal on Fire nie so richtig laut, doch sie sind auch weit davon entfernt Einschlafhilfe zu leisten. In den lauteren Passagen haben die Gitarren sogar ordentlich Crunch. Die größte Konstante auf dem Album ist dabei wohl der Sänger. Denn egal ob er leise, fast schon gesprochen nuschelt oder inbrünstig singt… er klingt stets tieftraurig. Hier werden sich auch die Geister scheiden. Mir ging’s nach einiger Zeit etwas auf die Nerven. Da hätt ich mir mehr Variation gewünscht. Vorallem weil die Instrumental-Abteilung einen hervorragenden Job macht und die Spannung in fast jedem Song aufrechterhält. Nur zum Ende hin wurde mir das Ganze etwas zu öde. Doch summa summarum bin ich richtig überrascht, wie gut mir diese Platte gefällt. Obwohl ich mit solchem Sound nur rudimentär etwas anfangen kann. Und das sollte Kompliment genug sein! |